Gifhorn

Jüdische Familien fanden in Gifhorn seit dem 18. Jahr­hundert ihren Wohn­sitz und gestal­teten das wirt­schaft­liche Leben dieser Stadt mit. In der wunder­schön erhal­tenen Innen­stadt ist im Stein­weg 13 das Wohn­haus der jüdischen Familie Menke zu sehen. Im Neben­gebäude richtete Jeremias Menke 1809 einen Bet­saal ein. Von der jüdischen Gemeinde wurde er bis in die 1880er Jahre genutzt.

Schon im 18. Jahr­hundert wurde in Gifhorn ein jüdischer Fried­hof in der Luther­straße angelegt. Aus der Zeit von 1795 bis 1915 sind 31 jüdische Grab­steine erhalten. Viele Grab­stätten gehören der Familie Menke. Die NS-Zeit über­standen die Grab­stätten unbe­schadet. Es ist ein wichtiger Gedenk­ort an die jüdische Bevöl­kerung von Gifhorn. Eine Führung durch das jüdische Gifhorn kann im Rathaus gebucht werden.

Menke-Wohnhaus

Das ehemalige Haus der jüdischen Familie Menke im Steinweg

Jüdischer Friedhof

Der jüdische Friedhof liegt in der Lutherstraße in Gifhorn.

Projektabeit

Schüler aus Wolfsburg erforschen jüdisches Leben in Gifhorn.